Rachel und Trinkwasser-Talsperre

Rachel und Trinkwasser-Talsperre

Der zweit höchste Berg im Bayerischen Wald, der Rachel mit 1453 Metern und grandiosen Aussichten wird heute erobert. Dazu brauchen wir Ausdauer und gutes Schuhwerk.

Die urigen Wälder im Nationalpark Bayerischer Wald galten von je her als geheimnisvoll. Vielleicht ist gerade deshalb der Große Rachel mit seinem sagenumwobenen See schon immer ein beliebtes Ausflugsziel für viele Naturfreunde.

Unsere lange und anspruchsvolle Tour startet in der Ortschaft Oberfrauenau. Am Ortende rechts halten bzw. am grossen geschotterten Parkplatz wo geparkt werden kann folgen wir der breiten Schotterstrasse bergan. Am Anfang ein bisschen eintönig den breiten weg entlang. Zumindest ergeben sich schon ein paar schöne Blicke hinüber zu den Schachten auf der gegenüberliegenden Hügelkette.

Die verzauberten Schachten haben wir schon in einer anderen Tour (Schachten Tour Nr. 93) erwandert.

Wir verlassen nach rechts die Schotterstrasse und biegen in den Wald ein, endlich ein kleiner Pfad führt uns über Stock und Stein durch den Wald, Höhenmeter um Höhenmeter weiter nach oben. Wir überqueren nochmals eine Forstrasse, folgen aber weiter immer dicht im Wald dem Pfad. An der Hügelkette links von uns, welche zugleich auch der Grenzkamm zwischen Deutschland und Tschechien ist, erkennt man den futuristischen Aussichtsturm Polednik in der Sumava.

Jetzt treffen wir auf einen Forstweg und folgen ihm steil nach oben. Auf der Kuppe halten wir uns links und eine traumhafte Naturkulisse baut sich vor uns auf. Naturwiesen, Jungwald, erhabene Aussicht und der Gipfel des kleinen Rachels ist auch schon zu erkennen.

Den Pfad, dem wir jetzt folgen wird schmal und steinig.

Wir folgen den Rachelsteig und geniessen das atemberaubende Panorama nach Süden in den vorderen Bayerischen Wald, nach Norden hin die Sumava und unten ist die Trinkwassertalsperre eingebettet zu sehen, über die uns der Rückweg später führt. Weiter, immer noch bergan, über den schmalen Steig und unterhalb des kleinen Rachels 1399 Meter, erreichen wir die Rachelwiese. Eine kleine Hochebene, die auch zu den Schachten zählt. Als Schachten bezeichnet man die ehemaligen Waldweiden im Bayerischen Wand. Entstanden sind diese Weiden durch Rodung von großen Waldflächen, lediglich einige Bäume blieben erhalten, um den Weidetieren Schatten zu spenden.

So erreichen wir endlich das Waldschmidt Haus, besser bekannt als Rachelschutzhaus auf 1360 Metern, knapp unterhalb des Rachelgipfels. Da hier der Hauptweg von Spiegelau zum Rachel führt, sind hier natürlich viele “Naturfreunde” anzutreffen. Egal, wir haben uns hier ein kühles Weissbier und eine Brotzeit verdient! Wer will kann die knapp 100 Höhenmeter noch auf den Rachelgipfel hoch wandern. Den Rachel und Rachelsee stellen wir in einer anderen Tour vor.

Nach dieser Stärkung machen wir uns auf den Rückweg wieder über die Rachelwiesen. Diesmal aber nach rechts und der Ausschilderung Richtung Trinkwassersperre Frauenau folgen. Zuerst den kleinen Pfad über die Schachten bis über die Bergkuppe. Der Pfad wird immer schlechter und steiniger, bis der Pfad uns steil bergab über Wurzeln und Steinbröcken führt.

Achtung, Trittsicherheit besonders bei Nässe sollte gegeben sein. Mit ein paar Serpentinen, aber immer noch sehr schwierig erreichen geht es immer weiter bergab, bis wir auf einen breiteren Weg treffen und nach links folgen. Der Forstweg mündet in eine breite Forststrasse und wir folgen immer noch der Ausschilderung zur Trinkwassertalsperre.

Wir biegen wieder in einen Wanderweg nach links ab und folgen der Trinkwassersperre in der gesamten Länge auf der südlichen Seite.

Ein schöner Wanderweg führt uns, immer im Wald zur Staumauer der Talsperre. Komplette Tour um die Trinkwassertalsperre Frauenau  haben wir natürlich auch. Jetzt wir des sehr einfach, der Teerstrasse bergab folgen und danach nach links abbiegen, Richtung Oberfrauenau. So erreichen wir wieder unseren Ausgangsort der Rachel Tour.

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