Tour Nr. 45
45. Vom Grenzübergang "Blaue Säulen" am Lusen in die Hochebene von Pürstling CZ (Breznik) Hinter dem Grenzgebirge in der Umgebung des Lusen zeigt sich auf der tschechischer Seite eine besonders eindrucksvolle und wildromantische Hochebene, eingebettet zwischen dem Lusen im Süden, dem Moorberg im Osten und dem Kleinen Spitzberg im Westen.
Als einziges Anwesen steht hier das historische Forthaus Pürstling (Breznik), welches 1804 errichtet wurde. Nach der politischen Wende in Tschechien blieb er aus Naturschutzgründen weiterhin geschlossen. Dieses wird auch weiterhin aufgrund negativer Gutachten über die Auswirkungen auf die Natur im Nationalpark durch das tschechische Umweltministerium aufrechterhalten, so dass grenzüberschreitendes Wandern in das Lusental und nach Březník nicht direkt möglich ist. Im September 2008 einigten sich die Umweltministerien Bayerns und Tschechiens auf einen Kompromissvorschlag, welcher eine zeitlich begrenzte Öffnung (15. Juli bis 15. November) des Wanderweges, sowie eine deutlich verlängerte Führung um das Auerhahngebiet herum vorsah. Als Ausgleich wird ein Teil des Grenzsteiges für zwei Jahre geschlossen bleiben. Warum dieser Grenzübergang "Blaue Säulen" heisst konnte ich nicht feststellen. Weit und breit ist nichts Blaues erkennbar ;-) Gerade aus würde der Weg direkt nach Pürstling führen, da sich die Hochebene und die beiden Hochmoorseen aber unter besonderen Schutz befinden ist dieser Weg gesperrt. Somit müssen wir, den Weg, wie auf Foto 3 gezeigt folgen. Der Weg vor uns wird ziemlich schwer, ein schmaler Trampelpfad führt über unzählige umgestürzte Baumleichen. Sumpfiges Gelände erschwert unser Vorwärtskommen und der Anstieg zum Kleinen Spitzberg ist auch nicht ausser acht zu lassen. Nach 4 km entlang am Kleinen Spitzberg und immer an der Grenzlinie entlang, erreichen wir eine Teerstrasse die uns kurvenreich hinunter führt zur Hochebene. Links oben sehen wir schon unser Ziel, das Forsthaus Pürstling (Breznik). Hier angekommen laden die Bänke zum Verweilen ein und wir können den traumhaften Ausblick auf den Lusen und die Hochebene genießen. Das Forsthaus dient nun als Informationszentrum des Nationalparks Sumava. Daneben befinden sich eine kleine Gaststätte und eine Ausstellung über den Schriftsteller Karel Klostermann in dem Gebäude. Leider müssen wir uns irgendwann von dieser Waldeinsamkeit verabschieden und den gleichen Weg zurück nehmen bis wir wieder über den Grenzübergang und die Glasarche zum Parkplatz gelangen.
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Klaus
Kickingereder