Über Martinsklause und Teufelsloch zum Lusen

Über Martinsklause und Teufelsloch zum Lusen

Der Lusen (tschechisch Luzný) gehört mit seiner Höhe von 1373 Metern nach dem Rachel und dem Arber zu den höheren Bergen im Bayerischen Wald, dicht an der Grenze zu Tschechien. Er ist ein beliebtes Wanderziel des Bayerischen Waldes mit einem weit reichenden Panorama in sämtliche Richtungen. Der mit Granit-Felsblöcken vollständig bedeckte Gipfelbereich wurde einer Sage nach vom Teufel über einem Goldschatz aufgetürmt. Tatsächlich ist der Felsgipfel eine geologische Sehenswürdigkeit, die den Lusen unverwechselbar macht. Nur wenige Meter unterhalb des Gipfels befindet sich das 1938 erbaute Lusenschutzhaus. Es wird vom Bayerischen Wald-Verein betrieben, bietet Übernachtungsmöglichkeiten und wird auch im Winter am Wochenende bewirtschaftet.

Ausgehend vom Parkplatz Fredenbrücke wird gleich die Kleine Ohe überquert und der Weg führt immer am Bach entlang durch wildromantischen Mischwald. Dem steinigen Pfad entlang stehen immer wieder Informationstafeln zum Thema Bergbach, bis wir schliesslich die Martinsklause (974m), ein kleiner Stausee, der im 19. Jahrhundert zum Flößen (Triften) des geschlagenen Holzes angelegt wurde erreichen.

Dunkel sieht das moorige Wasser im Stausee aus aber um so farbenprächtiger spiegelt sich der Bergwald und die Wolkenkulisse darin.

Wir bleiben auf der rechten Seite der Martinsklause und ein richtig steiler und felsiger Weg führt weiter zum “Teufelsloch” (1100m), einem Felsblock-Meer mit unterirdischem Bachlauf. Einen Steilhang querend wandern wir noch ein kurzes Stück bergauf und erreichen dann den ersten Aussichtspunkt zur linken Hand. Auf den Holzstegen, über das Sumpfgebiet geht es weiter. So erreichen wir die Schutzhütte Böhmweg, wo sich auch mehrere Wanderwege gabeln und die auch Glasarche steht.

Jetzt erklimmen wir auf den gut ausgebauten und schnurgeraden Sommerwanderweg den Lusen (1373 m), welcher sich schon vor uns majestetisch aufbaut. Begleitet von den “Baumleichen” und frischen Jungwald dazwischen, erreichen wir die sogenannte Himmelsleiter. Über 500 Felsstufen führen kräftezerrend in die Höhe, aber es winkt das Gipfelkreuz und wir sind trotzdem relativ schnell oben. Oben angekommen können wir die Panoramaaussicht in vollen Zügen geniesen. Das weiter unten gelegene Lusen Schutzhaus lädt zur Brotzeit ein. Der Abstieg gestaltet sich jetzt über den sogenannten Winterwanderweg sehr einfach. Ein breiter, geschotterter Weg führt zuerst wieder durch toten Wald und später durch herrlichen Mischwald hinab bis zu einem Parkplatz. Hier halten wir uns rechts und folgen ein paar Meter weiter den Pfad links in den Wald Richtung Waldhäuser. Holzplanken führen uns über sumpfiges Gebiet und später wieder hinein in den Wald auf eine kleine Anhöhe.

Immer der Ausschilderung folgend erreichen wir so Waldhäuser. Hier genießt man eine grandiose Aussicht über das auf 1000 Meter Seehöhe gelegene Waldbauerndorf. Ganz in der Nähe liegt das Atelier und der Skulpturenpark des Künstlers Heinz Theuerjahr. Auf dem Weg durch den Künstlergarten wird man von vielen Tierplastiken begleitet. Wir wundern uns hier nicht über Elefanten, Gazellen und Paviane im Bayerischen Wald, die doch irgendwie gut in die Landschaft passen. Ein kurzes Stück der Strasse bergab folgend, links und rechts gibt es mehrere Möglichkeiten zur Einkehr, geht es bei der Feuerwehr in einer scharfen Linkskurve wieder in den Wald. So erreichen wir links haltend wieder den Parkplatz Fredenbrücke, unseren Ausgangsort.

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